Unterhachinger LeseNacht 2020 wird verschoben
Unterhachinger LeseNacht 2020wird verschoben

Akteure

Mario Giordano

Tante Poldi und der Gesang der Sirenen

 

19.00 Uhr        Buchhandlung Helming & Heuser

20.00 Uhr        Gemeindebücherei

 

Poldi, eigentlich die Münchnerin Isolde und mittlerweile gut über 60, ist nach wie vor dem Hochprozentigen und dem starken Geschlecht sehr zugeneigt - diesmal soll es sogar für immer sein:
Es ist so weit: Die Poldi heiratet Montana. So jedenfalls der Plan. Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf vollen Touren, bei manchen liegen die Nerven bereits blank. Aber – man kennt das – Sizilien ist kompliziert, immer kommt was dazwischen. Ein unbeliebter Unternehmer verschwindet. Fiel er etwa in die Hände der Mafia? Und auf der Isola Bella vor Taormina wird die Leiche einer jungen Frau angespült. Die schöne Slowakin ist an einer Überdosis Ketamin gestorben. War es Selbstmord? Ein Unfall? Für die Poldi steht bereits fest: Mord. Zwei gute Gründe, die strapaziösen Vorbereitungen einer sizilia-nischen Hochzeit erst mal ad acta zu legen und statt-dessen dem Jagdinstinkt zu folgen ...

 

Mario Giordano, geboren 1963 in München, gehört zu den vielseitigsten deutschen Unterhaltungsautoren. Mit seinem Vatikan-Thriller „Apocalypsis“ und seiner „Tante Poldi“-Reihe stand er mehrere Wochen auf den Best-sellerlisten. Er schrieb den Roman und das Drehbuch zu „Das Experiment“, für das er den Bayerischen Filmpreis erhielt. Er schreibt für verschiedene „Tatorte“, Kinder- und Jugendbücher, sowie fürs Kinderfernsehen. Mario Giordano lebt und arbeitet in Berlin.

Foto © Rica Reeb

Steffen Kopetzky
Propaganda

 

19.00 Uhr   Gemeindebücherei

20.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

John Glueck ist im Krieg. Tief in Deutschland, im dunklen Hürtgenwald in der Eifel, 1944. Vor kurzem noch war er Student in New York, voller Liebe zur deutschen Kultur seiner Vorfahren; dann, als Offizier bei Sykewar, der Propaganda-Abteilung der US-Army, trifft Glueck in Frankreich sein Idol Ernest Hemingway. Für ihn zieht Glueck in den scheinbar unbedeutenden, doch von der Wehrmacht eisern verteidigten Hürtgenwald bei Aachen. Er entdeckt das Geheimnis des Waldes, als eine der größten Katastrophen des Zweiten Weltkriegs beginnt: die „Allerseelenschlacht“ mit über 15.000 Toten. Was kann John Glueck noch retten? Sein Kamerad Van, der waldkundige Seneca-Indianer? Seine halsbreche-rischen Deutschkenntnisse? Ein Wunder?
Niemand trat unverändert wieder aus dem „Blutwald“ heraus, den die Ignoranz der Generäle zu einem Mene-tekel auch folgender Kriege machte. Zwanzig Jahre später, in Vietnam, erfährt John Glueck: Die Politik ist zynisch und verlogen wie eh und je. Er wird handeln, und sein Weg führt von der vergessenen Waldschlacht direkt zu den Pentagon-Papers.
Steffen Kopetzkys großer Roman spannt einen gewal-tigen Bogen vom Zweiten Weltkrieg bis hin zu Vietnam. Ungeheuer spannend erzählt er von Krieg und Lüge, und von einem Mann, der alle falsche Wahrheit hinter sich lässt.

Steffen Kopetzky, geboren 1971, ist Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Sein letzter Roman „Risiko“ (2015) stand monatelang auf der „Spiegel“-Bestsellerliste und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Von 2002 bis 2008 war Kopetzky künstlerischer Leiter der Theater-Biennale Bonn. Er lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm.

Foto © Jörg Schulz

Bernhard Jaumann
Der Turm der blauen Pferde

 

19.00 Uhr   Heimatmuseum

21.00 Uhr   vhs Hofmarkweg (Rathausplatz)

 

Zwei Jungs entdecken in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in einem verlassenen Tunnel einen Zug, randvoll mit Kunstschätzen. Vor allem das Gemälde mit den geheimnisvollen blauen Pferden fasziniert sie – doch dann kommt es zur Katastrophe. Und Franz Marcs „Der Turm der blauen Pferde“ verschwindet für immer. Oder ...? Sprung in die Gegenwart: Die Münchner Kunstdetektei von Schleewitz erhält einen neuen Auf-trag. Marcs legendäres Gemälde, von den Nazis zur „entarteten Kunst“ erklärt und anschließend in Görings Privatbesitz gewandert, soll wiederaufgetaucht sein. Ein steinreicher, kunstsammelnder Industrieller behauptet, das Bild auf verschlungenen Wegen von einem Unbe-kannten gekauft zu haben. Handelt es sich wirklich um das Original? Es wäre eine Weltsensation.
Das Team der Detektei beginnt zu ermitteln. Rupert von Schleewitz, Klara Ivanovic und Max Müller führen nicht nur äußerst unterschiedliche Privatleben – von Töchtern in Teenagerkrisen über unvorsichtige Affären mit Ver-dächtigen bis zu einem Vater, der als alternder Aktions-künstler in der bayerischen Provinz für mächtig Ärger sorgt –, sie haben auch sehr individuelle Ermittlungsme-thoden. Schnell geraten die drei Detektive in ein Gewirr aus Fälschungen, mysteriösen Todesfällen und einem hollywoodreifen Kunstdiebstahl. Und plötzlich scheint es ein halbes Dutzend Exemplare des Turms der blauen Pferde zu geben. Welches ist das echte Gemälde? Oder ist das Original vielleicht gar nicht dabei? Die Grenzen zwischen Authentizität und perfektem Imitat verschwimmen ...

 

Bernhard Jaumann, geboren 1957 in Augsburg, arbeitete nach dem Studium in München als Gymnasiallehrer. Zurzeit lebt er in Bayern und Italien. Er schrieb mehrere Krimiserien, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Friedrich-Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman 2003 und für die beste Kurzgeschichte 2008. Für seinen Roman „Die Stunde des Schakals“ erhielt er 2011 den Deutschen Krimipreis.

Foto © Heike Bogenberger

Felix Tanner
Gummistiefelyoga

 

19.00 Uhr   KUBIZ kleiner Saal (im Erdgeschoss)

21.00 Uhr   KUBIZ kleiner Saal (im Erdgeschoss)

 

„Finden Sie durch Melken, Mähen und Holzfällen zu Ihrer inneren Mitte!“ Die patente Landwirtin Auguste, 63, weiß zwar nicht, was genau dieses „Yoga“ ist, aber sie hat da so eine Idee: Gummistiefelyoga für gestresste Städter! Menschen, die ihr bei der Arbeit helfen und dafür auch noch bezahlen? Das ist die perfekte Lösung für ihre Probleme, denn ihr Hof kann eine Renovierung, ihr Konto eine Auffrischung und sie selbst ein bisschen Unterstützung gut brauchen. Doch kaum treffen die ersten zahlungskräftigen Gäste ein, bricht sich Auguste ein Bein.
Plötzlich müssen die Städter den Hof alleine schmeißen. Dabei weiß keiner, wie man Kälbern auf die Welt hilft, Wildschweine fernhält oder Kampfhähne bändigt. Gummistiefelyoga eben.

 

Felix Tanner ist das Pseudonym von Jörg Steinleitner. 1971 im Allgäu geboren, studierte Jörg Steinleitner Jura, Germanistik und Geschichte in München und Augsburg und absolvierte die Journalistenschule in Krems/Wien. 2002 ließ er sich nach Stationen in Peking und Paris als Rechtsanwalt in München nieder. Bekannt ist Jörg Steinleitner für seine erfolgreiche Heimatkrimi-Reihe um die Polizistin Anne Loop und die Kunstfälscher-Serie „Ambach“. 2019 feierte der Autor ein Schriftsteller-Jubiläum: Er veröffentlichte mit „Tod im Abendrot – Der LKA-Präsident ermittelt“ sein 20. Buch in 20 Jahren. Jörg Steinleitner ist Chefredakteur und Kolumnist von „Buchszene.de“ und lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen drei Kindern in einem 200 Jahre alten Bauernhof am Riegsee im Blauen Land.

Foto © Heribert Riesenhuber

Hans Fricke
Unterwegs im blauen Universum

 

 

19.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

21.00 Uhr   Gemeindebücherei

 

Die packende Biografie eines Mannes, der über 10.000 Stunden unter Wasser verbracht, Tauchboote und ein Unterwasserhaus gebaut, verschüttete Schätze aus Brunnen und Meeren geborgen und den Quastenflosser und andere faszinierende Lebensformen erforscht hat: Hans Frickes Buch ist abenteuerliche Tauchgeschichte, lebendiger Forschungsbericht, Ökothriller – und eine poetische Liebeserklärung an die Unterwasserwelt.

Als er 11 Jahre alt ist, bastelt er sich aus Feuerlöscher und Gasmaske eine Tauchausrüstung. Später flieht er aus der DDR, um im Roten Meer zu tauchen, die Strecke nach Ägypten legt er mit dem Fahrrad zurück: Hans Fricke ist sein Leben lang besessener Meeres-forscher und Taucher gewesen. Und er ist ein Visionär, dessen Begeisterung extrem ansteckend ist – wer sonst schafft es, ohne eigene finanzielle Mittel ein Unterwas-serhaus und zwei Tauchboote zu bauen. Als Schüler von Konrad Lorenz, dem Gründer der Verhaltensforschung, schlüpft er regelrecht in die Schuppenhaut der Fische, erforscht Riffe, Quastenflosser, die mysteriöse Aalwanderung oder die Organismen an Islands Unterwasservulkanen.

Hans Fricke ist der erste, der sich mit einem Tauchboot ins Dauerdunkel der Alpenseen wagt. Viele seiner Forschungsgebiete hat er über Jahrzehnte genau beobachtet und ist dadurch zu einem der wichtigsten Dokumentaristen der Meeresökologie geworden.

Hans Fricke, 1941 geboren, ist studierter Biologe, Universitätsprofessor, Tierfilmer, Autor und vor allem Unterwassermensch. Seine untermeerischen Forschungsgebiete erstrecken sich über die ganze Welt, von Ägypten über Bermuda, Djibouti, Israel, Japan, Madagaskar, Mexiko bis nach Neuseeland. Er drehte international prämierte Dokumentarfilme für ZDF, ARTE, BBC oder NDR. Er hat fünf Bücher und zahllose Fachartikel und populäre Zeitschriftenbeiträge verfasst. Er wurde vielfach ausgezeichnet und isst keinen Fisch.

Foto © Helena Heilig

Nina Sahm
Die Tage mit Bumerang

 

19.00 Uhr   vhs Hofmarkweg (Rathausplatz)

20.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

 

Annu kann eigentlich gut alleine sein. Seitdem ihre Eltern viel zu früh gestorben sind und weil der Richtige bisher nicht an ihre Tür geklopft hat, ist sie auf sich gestellt. Doch als sich nach dem Unfall nicht nur das ganze Dorf, sondern auch Lars von ihr abwendet und mit seiner Familie in die Stadt zieht, bricht die Einsamkeit über sie herein. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, wie es Aron geht und möchte Lars und Birte zur Seite stehen – aber ihre Anrufe laufen ins Leere.

Und dann steht eines Tages ein Schaf in ihrem Garten. Es frisst, blökt, wildert in den Büschen umher, ver-schwindet wieder, kehrt aber ständig zurück zu Annu – wie ein Bumerang. Tatsächlich bringt dieses verrückte Tier die junge Frau endlich auf andere Gedanken. Und Annus Lethargie schwindet mehr und mehr, als Thea und ihr Sohn Justus aufgrund einer Reifenpanne bei ihr stranden und notgedrungen eine Unterkunft benötigen. Justus verliebt sich natürlich sofort in Bumerang und auch Thea zieht es nicht gleich weiter. Kurzentschlossen lässt Annu die beiden bei sich wohnen – und plötzlich ist da noch Kalle, der Rettungssanitäter. Er hatte sich nach dem Unfall rührend um Annu gekümmert und weiß auch zu helfen, wenn Schafe krank werden. Als nach Wochen eine erste Nachricht von Lars bei Annu eintrifft, scheint das Leben für die junge Frau eine neue Wendung zu nehmen…

Nina Sahm, geboren 1980 in Heilbronn, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Leipzig und Budapest und arbeitet als Verlagsredakteurin. Ihr Debütroman „Das letzte Polaroid“ erschien 2014. Nina Sahm lebt mit Freund und Hund in München.

Foto © Stephan Sahm

Magnus Brechtken
Wert der Geschichte

 

20.00 Uhr   Heimatmuseum

22.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

Aus der Geschichte lernen: Warum wir heute unsere liberalen Werte verteidigen müssen!
Einer der führenden Historiker in Deutschland und sein Aufruf gegen die Geschichtsvergessenheit: Wir müssen immer wieder neu für die Werte der Freiheit kämpfen!
Magnus Brechtken öffnet uns die Augen: In seiner fulminant erzählten Tour durch die Geschichte zeigt er an zehn Beispielen, wie hart die Werte von Freiheit, Selbstbestimmung und Teilhabe erkämpft wurden, wie sehr sie das Leben der Menschen verbessert haben - und warum diese Errungenschaften heute auf dem Spiel stehen, durch Nationalisten und Populisten von rechts wie links.
Wieviel Freiheit und welche Rechte hatte ein Bürger vor 150 Jahren? Wie selbstbestimmt war das Leben einer jungen Frau um 1900? Welche Autoritäten prägten die Existenz der Menschen damals? Wie demokratisch war die Gesellschaft? Und wo stehen wir bei all dem heute?

 

Magnus Brechtken, geboren 1964, wurde an der Uni-versität Bonn im Fach Geschichte promoviert und lehrte an den Universitäten Bayreuth, München und Notting-ham. Seit 2012 ist er stellvertretender Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte und Professor an der Universität München. Zu seinen Forschungsschwer-punkten zählen der Nationalsozialismus, die Geschichte der internationalen Beziehungen und die historische Wirkung politischer Memoiren. 2017 erschien sein Buch „Albert Speer. Eine deutsche Karriere“, das mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis ausgezeichnet und zum Bestseller wurde.

Foto © privat

Dirk Liesemer
Streifzüge durch die Nacht

 

20.00 Uhr   KUBIZ kleiner Saal (im Erdgeschoss)

21.00 Uhr   Heimatmuseum

 

Weshalb ist die Nacht seit jeher eine Projektionsfläche unserer Ängste und Wünsche, für Märchen und Geschichten? Und warum zieht uns die Dunkelheit so magisch an? Dirk Liesemer wagt sich ein Jahr lang immer wieder in die Einsamkeit der Nacht. Er erkundet das Westhavelland, die dunkelste Region Deutschlands, ebenso wie das Ruhrgebiet, eine der hellsten Gegenden Europas. Er verfolgt die Weißen Nächte auf Usedom, wandert zu später Stunde während des Opernballs durch Wien und besteigt in der Schweiz einen Berg, um die Schwärze der Nacht kennenzulernen. Dabei trifft er Märchensammler und Astronomen, Jäger, Esoteriker und Vogelkundler – und berichtet über Lichtver-schmutzung, den Tanz der Glühwürmchen und die Stille unter dem Sternenhimmel.

Dirk Liesemer, geboren 1977, studierte Politik und Philo-sophie in Münster und Rennes, Frankreich. Er besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitete als Redakteur in Berlin und München. Heute ist er als freiberuflicher Autor für diverse Magazine, u.a. „mare“, „Free Men’s World“ und „Spiegel“ tätig und schreibt vor allem über Geschichte, Natur und Gesell-schaft. Für Recherchen war er außerdem in Tunesien, Ruanda und Kenia, in Weißrussland und der Ukraine, im Kosovo und in Italien unterwegs und reiste per Anhalter über den Balkan. Von ihm erschie-nen bereits die Bände „Lexikon der Phantominseln“ und „Aufstand der Matrosen. Tagebuch einer Revolution“.

Foto © Jan Windszus

Joana Osman
Am Boden des Himmels

 

20.00 Uhr   vhs Hofmarkweg (Rathausplatz)

21.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

 

Malek Sabateen, ein neunzehnjähriger Palästinenser mit dem Zorn eines Heiligen, dem Herzen eines Weisen und dem Verstand eines Kindes, besitzt eine besondere Fähigkeit. Durch seine Gabe gelingt es ihm, nicht nur die Menschen in seiner Umgebung zu beruhigen, sondern sie für einen Moment durch die Augen des Anderen, des Feindes, sehen zu lassen. In Israel, dem Heiligen Land, ist das jedoch gleichsam Wunder wie Bedrohung. Denn während die einen in ihm einen Engel sehen, schürt er bei den anderen Panik und Hass. Als Malek schließlich verhaftet wird, braucht es den Mut einer palästinensi-schen Journalistin, eines ausgefuchsten kleinen Jungen und eines bis über beide Ohren verliebten israelischen Doktoranden, um ihm zu helfen. Eine wunderbare Erzählung über die Magie der Freundschaft und die Kraft des Vertrauens.

 

Joana Osman, Jahrgang 1982, ist die Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter. Sie studierte Amerikanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und war 2012 Mitbegründerin der Friedensbewegung The Peace Factory. Joana Osman lebt und arbeitet als Autorin, Dozentin und Storytelling-Coach in der Nähe von München.

Foto © Mica Zeitz

Roman Deininger
Die CSU

Bildnis einer speziellen Partei

 

21.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

22.00 Uhr   Gemeindebücherei

 

Die CSU war schon immer etwas anders als die anderen Parteien. Provinziell und weltläufig, kleingeistig und großkotzig, kraftstrotzend und verletzlich - so und nicht anders hat sie es zur gefühlten bayerischen Staatspartei gebracht. Doch die CSU-Herrlichkeit wankt, und es ist ungewiss, ob sie ihre Machtpositionen im Freistaat und in Berlin behaupten kann. Roman Deininger nimmt seit vielen Jahr en für die „Süddeutsche Zeitung“ die CSU unter die Lupe. Sein feinsinniges Portrait dieser „spezi-ellen“ Partei ist bestens informiert, kritisch, fair und nicht zuletzt - wie die CSU selbst - von hohem Unterhaltungs-wert.
Wovon andere Parteien nur noch träumen können, das ist für die CSU geradezu ein Höllensturz: Nur noch magere 37,2 Prozent erzielte sie bei der Landtagswahl 2018 in Bayern, nachdem sie jahrzehntelang beinahe ununterbrochen mit absoluter Mehrheit regiert hat. Wie erklärt sich ihr enormer Erfolg, und warum jetzt diese Krise? Wie „tickt“ eigentlich diese Partei? Vom „Ochsensepp“ über Franz-Josef Strauß bis zu Markus Söder verfolgt Roman Deininger den Weg der CSU, aber sein Buch ist weit mehr als eine Geschichtsstunde - eine politische Reportage, die den Leser mitnimmt in den Bierdunst des Politischen Aschermittwoch und hinter die Kulissen der Macht.

Roman Deininger ist politischer Reporter bei der „Süddeutschen Zeitung“ und begleitet in dieser Funktion seit vielen Jahren Höhen und Tiefen der CSU. Für sein Portrait von Markus Söder in der SZ wurde er für den Theodor-Wolff-Preis nominiert.

Foto © Jakob Berr

Tobias Haberl
Die große Entzauberung

Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen

 

22.00 Uhr   KUBIZ kleiner Saal (im Erdgeschoss)

23.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

Vor einhundert Jahren beklagte Max Weber die „Entzauberung der Welt“ – den „Glauben daran, dass es prinzipiell keine geheimnisvollen unberechenbaren Mächte gebe, dass man vielmehr alle Dinge – im Prinzip – durch Berechnen beherrschen könne“.

Tobias Haberl schreibt in seinem neuen Buch gegen ein solches Unbehagen an, nämlich gegen die zunehmende Entzauberung unseres Lebens. Denn das ist vernünftig, digitalisiert, versichert, vermarktbar, mit moralischem Gütesiegel versehen, glatt und gut beleuchtet. Wir haben alles unter Kontrolle. Aber haben wir auch Frei-heit und Glück gefunden? Haberls schreibt ein litera-risches und bissiges Plädoyer wider den Zeitgeist und stellt unbequeme Fragen: Könnte es sein, dass wir reicher und gleichzeitig ärmer, sicherer und gleichzeitig ängstlicher, unpolitischer und gleichzeitig radikaler werden?

Der Autor stellt die Werte vor, die unser Leben wieder verzaubern und mit wahrem Glück erfüllen können. Unvernunft und Glamour, Spontanität und Gelassenheit, Natürlichkeit und Nähe, Sehnsucht und Melancholie.

 

Tobias Haberl, geboren 1975 im Bayerischen Wald, hat in Würzburg und Großbritannien Latein, Germanistik und Anglistik studiert. In den Jahren 2001 und 2002 war er freier Journalist in Berlin, besuchte dann die Henri-Nannen-Schule Hamburg und ist seit 2005 Redakteur im Magazin der „Süddeutschen Zeitung“. 2016 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Der Autor lebt in München.

Foto ©  Olaf Unverzart

Dana von Suffrin
Otto

 

22.00 Uhr   vhs Hofmarkweg (Rathausplatz)

23.00 Uhr   Gemeindebücherei

 

Zwei Schwestern – und ein Vater, der mehr als genug ist für eine Familie.
In ihrem Romandebüt erzählt Dana von Suffrin, was es heißt, wenn ein starrköpfiger jüdischer Familienpatriarch zum Pflegefall wird. Und wie schwer es fällt, von einem Menschen Abschied zu nehmen, den man sein ganzes Leben eigentlich loswerden wollte.
Für sein Umfeld war Otto, der pensionierte Ingenieur, schon immer eine Heimsuchung. Aber als er aus dem Krankenhaus zurückkehrt, ist alles noch viel schlimmer. Nach wie vor ist er aufbrausend, manipulativ, distanzlos und von wahnwitzigen Einfällen beseelt – aber jetzt ist er auch noch pflegebedürftig. Seinen erwachsenen Töch-tern macht er unmissverständlich klar: Ich verlange, dass ihr für mich da seid. Und zwar immer! Für Timna und Babi beginnt ein Jahr voller unerwarteter Herausforde-rungen, aber auch der Begegnung mit der eigenen Vergangenheit und Familiengeschichte, die so schräg ist, dass Außenstehende nur den Kopf schütteln können. Klug, liebevoll und mit sehr viel schwarzem Humor erzählt Dana von Suffrin, wie Timna versucht, ihre dys-funktionale Familie zusammenzuhalten, ohne selbst vor die Hunde zu gehen. „Otto“ ist Hommage und zugleich eine Abrechnung mit einem Mann, in dessen jüdischer Biografie sämtliche Abgründe des 20. Jahrhunderts aufscheinen.

Dana von Suffrin wurde 1985 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Komparatistik in München, Neapel und Jerusalem. Seit 2009 ist sie Museums- und Stadtführerin in München. 2017 Promotion mit einer Arbeit zur Rolle von Wissenschaft und Ideologie im frühen Zionismus, seitdem Postdoc an der LMU. Sie lebt in München.

Foto © Gerald von Foris

Fridhelm Rensch
Spannende und absurde Geschichten der Weltliteratur


23.00 Uhr vhs Hofmarkweg (Rathausplatz)


Kurz vor Mitternacht ist wieder gruselig Spannendes und Absurdes angesagt - nicht ohne eine Prise tief-sinnigen Humors. Es bedarf keines bestimmten Ortes, keiner besonderen Zeitepoche, um zu erschauern.
Die Weltliteratur belegt es in unzähligen Beispielen: das Unfassbare, Absurde, Widersprüchliche liegt in uns selbst und bietet Stoff für tiefgründige, sprachgewaltige Geschichten, seit es Literatur gibt. In der traditionellen

                                                         „Mitternachtslesung“ gibt Fridhelm Rensch solchen

                                                         Geschichten Ausdruck und Stimme.

Foto © Privat

Hall of fame

Bisherige Gäste der Unterhachinger LeseNacht
Über 190 Autoren, Vorleser, Musiker und Künstler

 

Helmut Achmüller, Friedrich Ani, Felicitas von Aretin, Hachinger Autorenkreis, Deniz Aykanat, Regina Bauer, Stefan Bauer, Lilli Beck, Erika Bestenreiner, Astrid Better, Monika Bittl, Bernhard Blöchl, Martina Borger, Andrea Brown, Natalie Buchholz, Quint Buchholz, Ulrike Budde, Hadumod Bußmann, Bernhard Butz, Monika Czernin, Sabine Czerny, Gisela Dialer-Jonas, Michaela Dietl, Irene Dittrich, Anouschka Doinet, Maximilian Dorner, Fritz Egner, Michael Eichhammer, Thomas Endl, Rainer Erlinger, Adriana Falcieri, Bernd Ficht, Christine Fink, Florian Fischer, Christl Fitz, Gerd Fitz, Jan Fleischhauer, Manfred Fock, Andreas Föhr, Nicola Förg, Marion Freundorfer, Amelie Fried, Ute Friesen, Uwe Gardein, Dagmar Geisler, Katharina Gerwens, Sebastian Glubrecht, Wolfgang Görl, Felicitas Gruber, Maike Haas, Ursula Haas, Barbara Haltmair, Renate Hartwig, Stephanie von Hayek, Christa Hecker, Nora Heeren, Sebastian Herrmann, Dieter Hildebrandt, Sandra Hoffmann, Marianne Hofmann, Winfried Holubarsch, Gerd Holzheimer, Gerald Huber, Robert Hültner, Ruben fun Hunter, Susanne Inkiow, Bernhard Jaumann, Christian Jostmann, Sebastian Jutzi, Harry Kämmerer, Franz Josef Keilhofer, Ingrid Kellner, Hildegard Kirschmer, Gabriele Kisser-Priesack, Volker Klüpfel, Michael Kobr, Sabine Kornbichler, Sylvia Krauss-Meyl, Anika Landsteiner, Stefan von der Lahr, Thomas Lang, Rosanna Lanzillotti-Schreiner, Alma Larsen, Mercedes Lauenstein, Jasmin Leheta, Anton Leis-Huber, Johanna Letz, Liebling & Schatz, Christian Limmer, Ottmar Lobinger, Inge Löhnig, Lilian Loke, Elmar Lorentz, Iny Lorentz, Jonas Lüscher, Martina Mair, Olga Mannheimer, Monika Manz, Nina Martin, Adnan Maral, Jörg Maurer, Felicitas Mayall, Christl Meinhardt, Titus Müller, Oliver Nagel, Nicole Neubauer, Cornelia Neudert, Silke Neumayer, Manuel Niedermeier, Wulf Schmid Noerr, Nikolaus Nützel, Günter Ohnemus, Susann Opel-Götz, Georg M. Oswald, Papan, Susanna Partsch, Michael Peinkofer, David Pfeifer, Ludger Pfeil, Hans Pleschinski, Christoph Poschenrieder, Oliver Pötzsch, Matthias Praxenthaler, Peter Probst, Armin Radke, Matthias Ransberger, Anatol Regnier, Erwin Rehling, Heidi Rehn, Klaus Reichold, Werner Reindl, Fridhelm Rensch, Silvia Rettenweber, Brigitte Riebe, Uwe Ritzer, Irene Rovan, Marianne Sägebrecht, Martha Schad, Annemarie Schäfer-Schmidl, Egon Schäffner, Max Scharnigg, Martin Schleske, Asta Scheib, Klaudia Schmidt, Harald Schmied, Patricia Schmitz, Franziska Schönenberger, Markus Schollmeyer, Daniel Scholten, Elisabeth Schrauzer, Elisabeth Schreiber, Friedrich Schreiber, Wolfgang Schreiber, Herbert Schröger, Georg Schweisfurth, Jutta Sebald, Irmingard Seemann, Die Seitenspinner, Dorothea Seitz, Jakob Maria Soedher, Tilman Spengler, Raffaello Spinelli, Christian Springer, Patrik Stäbler, Günter Staudter, Alexandros Stefanidis, Michael Stephan, Jürgen Teichmann, Su Turhan, Volker Ufertinger, Waltraud Vogler, Joseph von Westphalen, Dirk Walbrecker, Nicole Walter, Gregor Weber, Tanja Weber, Ingrid Weber-Czech, Heidi Weidner, Jan Weiler, Michael Weirether, Benedict Wells, Josef Wilfing, Friederike Wilhelmi, Peter Wipplinger, Max Witzigmann, Klaus Wolf, Moses Wolff, Marcus Würmli, Barbara Yurtdas, Die Zeitschreiber, Cornelia Ziegler, Achim Zons

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© Dr. Gerhard Helming