Unterhachinger LeseNacht 2018
Unterhachinger LeseNacht 2018

Akteure

Olga Mannheimer

Blau Weiß Rot
Frankreich erzählt

 

19.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

20.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

 

Vive la France – aber: wie lebt es sich denn eigentlich heute in Frankreich? Was bedeutet es, ein Franzose zu sein? Reicht es, Baguette zu essen, Rotwein zu trinken und die Trikolore zu schwenken? Was hoffen die Fran-zosen, was fürchten sie, was sehnen sie herbei, was lieben sie?

Blau, Weiß, Rot ist eine literarische Anthologie, die einen Einblick gibt in die Seele Frankreichs, in das Leben heute – unterhaltsam, fundiert und vielseitig. Mit Erzählungen, Gedichten, Karikaturen, Chansons, Comics, mit mehrheitlich ganz aktuellen Texten, denen aber auch klassische gegenüberstehen – um Tradition und Verän-derung des Esprit français erlebbar zu machen. Ein Blick auf unseren großen Nachbarn in Blau, Weiß, Rot – und vielen anderen, überraschenden Farben.

Mit Originalbeiträgen von Michel Houellbecq, Catherine Millet, Cécile Wajsbrot und Michel Wieviorka sowie mit Beiträgen von Roland Barthes, J.M.G. Le Clézio, Édouard Louis, Muriel Barbery, Shumona Sinha, Wolinski, Renaud und vielen anderen.Ein außergewöhn-liches Lesebuch, das vielfältige Einblicke in unser Nachbarland gibt.

 

Olga Mannheimer wurde 1959 in Warschau geboren als Tochter eines Lemberger Juden und einer Kosakin, beide Gulag-Überlebende. 1969 Emigration nach Frankreich und jüdisches Internat. Seit 1972 lebt Olga Mannheimer in München, studierte Romanistik und Slawistik und arbeitete als Dolmetscherin, Übersetzerin und Lektorin. Heute ist sie tätig als Journalistin, interkulturelle Trainerin, Literaturkritikerin und freie Autorin. Veröffentlichung mehrerer Anthologien, darunter „Träume sind frei“ und „Frauen in Polen“.

Foto © Christian Rudnik

Klaus Wolf

Bayerische Literaturgeschichte
Von Tassilo bis Gerhard Polt

 

19.00 Uhr   Gemeindebücherei

20.00 Uhr   Heimatmuseum

 

Von den Tagen der Agilolfinger im 8. Jahrhundert bis zum Sprachvirtuosen Gerhard Polt reicht das Spektrum der dargebotenen und erläuterten Texte.

1300 Jahre Geschichte der Literatur auf dem Gebiet des heutigen Bayern werden in diesem Band knapp, kundig und anhand vieler Beispiele vorgestellt. Die gut organi-sierte Themenvielfalt umfasst religiöse Literatur und mittelalterliche Heldendichtung – zum Beispiel das Hilde-brandslied – ebenso wie die Literatur im konfessionellen Zeitalter mit Autoren wie Hans Sachs und Konrad Peutinger oder etwa Werken zwischen Türkenmode und Aufklärung beispielsweise von Johann Emanuel Schikaneder, dem Librettisten von Mozarts Zauberflöte.

Auch das Gedicht vom Tantenmörder aus der Feder von Frank Wedekind ist in dieser neuen bayerischen Literaturgeschichte zu finden. Und ebenso Schöpfungen der jüngeren Geschichte und Gegenwart von Autoren wie Felix Dahn bis hin zu Herbert Achternbusch und Django Asül.

Es gilt, viel zu entdecken, vielem wieder zu begegnen und Hunderte von Anregungen für neue Leseerlebnisse zu erhalten!

 

Klaus Wolf lehrt als Professor für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern an der Universität Augsburg.

Foto © Langer

Ruben fun Hunter

Schriftspirale
Schreiben mit Pinsel und Farbe

 

Auf dem Rathausplatz

Ab 19.00 Uhr bis zum Einbruch der Dämmerung

 

Während der ersten beiden LeseNacht-Stunden lädt Ruben fun Hunter zu einer besonderen Aktion auf dem Rathausplatz ein: Besucher der LeseNacht sowie alle zufällig vorbei kommenden Passanten sind eingeladen, ein kleines Gedicht in Form einer Spirale auf das Pflaster zu schreiben bzw. zu malen. Dabei wird sich die Farbe mit dem Wachsen der Spirale durch laufendes Mischen in kleinen oder großen Schritten verändern und damit eine zusätzliche Dynamik erzeugen. Das Schreiben mit Pinsel und Farbe kann als besonderer Moment empfunden werden, die suggestive Kraft der Spirale zieht magisch an und lädt zum Mitmachen ein. Ein oder mehrere Worte auf den Boden zu schreiben ist ein Literaturerlebnis der besonderen Art.

Ob man nun aktiv teilnimmt oder den malenden Passanten beim Schreibmalen zuschaut, jeder kann einen Teil des Spiralgedichtes mit sich forttragen – in seinen Gedanken oder auch bildlich als Fotografie. Ruben fun Hunter stellt alles bereit und ermuntert zur Teilnahme. Die verwendeten Goauchefarben sind wasserlöslich, überstehen aber auch etwas Regen. Sie verschwinden nach und nach als kleine Reminiszenz an die diesjährige LeseNacht.

Ruben fun Hunter arbeitet seit 30 Jahren als freischaffender Künstler in München, Karlsruhe und Torre San Marco. Aus seiner künstlerischen Tätigkeit heraus entwickelte er den Workshop „Schreibmalen“, das Bildnerische Schreiben. „Schreibmalen“ praktiziert er in Schulen, anderen öffentlichen Bildungsinstitutionen und bei Kulturellen Events. „Schreibmalen“ möchte den bildnerischen Aspekt der Handschrift erfahrbar machen.

DIE HANDSCHRIFT IST DER GEISTIGE FINGERABDRUCK DES MENSCHEN
(Ruben fun Hunter).

Foto © privat

 

 

Georg M. Oswald

Unsere Grundrechte
Welche wir haben, was sie bedeuten und wie wir sie schützen

 

19.00 Uhr   Heimatmuseum

21.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

Kennen wir eigentlich unsere Grundrechte? Wir halten uns für kritische, aufgeklärte Bürger, die ihre Rechte kennen. Doch wenn wir unsere Grundrechte aufzählen sollen, geraten wir ins Stottern. Das ist fatal. Denn in Zeiten, in denen Rechtspopulismus wieder salonfähig wird und die Demokratie in vielen Staaten wankt, brau-chen wir die Grundrechte mehr denn je. Dieses Buch ist kein juristischer Kommentar, keine Staatsbürgerkunde, schon gar keine Sonntagsrede, sondern ein Realitäts-check: Was versprechen die Grundrechte? Und was davon halten sie? Welche Grundrechte haben wir, wozu berechtigen sie und wozu nicht? Georg Oswald zeigt: Unsere Grundrechte sind alles andere als selbstver-ständlich. Wir müssen sie schützen. Und wir schützen sie am besten, wenn wir sie nicht zu Lippenbekenntnissen verkommen lassen, sondern sie anwenden, jeden Tag.

 

Georg M. Oswald, Jahrgang 1963, lebt als Schriftsteller und Rechtsanwalt in München. Seine Romane und Erzählungen zeigen ihn als gesellschaftskritischen Schriftsteller, sein erfolgreichster Roman „Alles, was zählt“ wurde mit dem International Prize ausgezeichnet und in zehn Sprachen übersetzt. Die Kolumne in der FAZ „Wie war dein Tag, Schatz?“ fand große Beachtung. Sein Krimi „Unter Feinden“ wurde für das ZDF verfilmt. Zuletzt erschien von ihm der Roman „Alle, die du liebst“.

Foto © Peter von Felbert

Jan Fleischhauer

Alles ist besser als noch ein Tag mit dir
Roman über die Liebe, ihr Ende und das Leben danach

 

19.00 Uhr   KUBIZ kleiner Saal (im Erdgeschoss)

20.00 Uhr   Gemeindebücherei

 

„Es ist gar nicht so schwierig, angesichts einer Scheidung guter Dinge zu bleiben ... Man braucht nur einen ausreichenden Vorrat Gin Tonic, eine Werkausgabe von Sigmund Freund und ab und an das Zwiegespräch mit einem Engel.“

Ein Mann, der die größte Katastrophe seines Lebens überstehen muss – Bestsellerautor Jan Fleischhauer erzählt in diesem Roman die Geschichte seines Alter Ego, mit viel Witz und ziemlich schonungslos gegen sich selbst.

„Alles ist besser als noch ein Tag mit dir!“ Als Ella ihm diesen Satz an den Kopf wirft, bricht für den erfolgreichen Journalisten eine Welt zusammen. Von einem Tag auf den anderen scheint alles verloren, worauf bis eben das gemeinsame Leben gründete. Dass ein jüngerer Mann im Spiel ist, erleichtert das Ganze auch nicht gerade. Also macht unser Held, was er immer tut, wenn er einer Sache auf den Grund gehen will: er beginnt zu schreiben – über die Verzweiflung, die ihn in die Knie zwingt, die Wut, den Schmerz, aber auch die Kräfte, die ihm in der Krise zuwachsen, und seinen unerschütterlichen Glauben an die romantische Liebe.

 

Jan Fleischhauer, geboren 1962 in Hamburg, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. Seit 1989 gehört er der SPIEGEL-Redaktion an. Nach Stationen als Büroleiter in Leipzig und Berlin ging er 2001 als Amerika-Korrespondent nach New York. Seine wöchentliche Kolumne „Der schwarze Kanal“ gehört zu den meistgelesenen Meinungsseiten in Deutschland. Sein Buch „Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“ (2010) wurde zum Bestseller. Fleischhauer ist in zweiter Ehe verheiratet und lebt heute in München.

Foto © Susanne Krauss

Sandra Hoffmann

Paula

 

19.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

21.00 Uhr   Gemeindebücherei

 

Als Paula stirbt, nimmt sie ein Geheimnis mit ins Grab. Ihre Tochter und ihre Enkelin werden nie erfahren, wer ihr Vater, wer ihr Großvater war. Mit Courage und Zärtlichkeit erzählt Sandra Hoffmann das Leben ihrer Großmutter Paula – sie setzt der Macht des Schweigens die Kraft der Sprache entgegen.

Sie stand unter dem besonderen Schutz ihrer Groß-mutter Paula. Wenn nachts die Angst kam, kroch sie zu ihr ins Bett. Doch hätte es diese Angst ohne die Groß-mutter überhaupt  gegeben? Sandra Hoffmanns Memoir Paula liest sich wie ein Familienroman. Mit Aufrichtigkeit und großer Einfühlung erschließt sie das Leben dieser Frau, die ihr erdrückend nahe war und von der sie so wenig weiß. Einer Frau, die einmal glücklich gewesen sein muss, deren junger Bräutigam im Krieg stirbt. Einer Frau, die irgendwann aus Angst und Scham zu schwei-gen beginnt, nie preisgibt, von welchem Mann das Kind stammt, das sie alleine großzieht, bis der Schutzraum des Schweigens zum Gefängnis wird, in dem Liebe und Empathie verkümmern.

Ungeheuer eindrücklich erzählt Sandra Hoffmann in diesem intimen literarischen Text, wie Schutz in Kontrolle umschlägt, Zuneigung in Wut, wie es gelingt, sich zu befreien und dabei Liebe zuzulassen.

 

Sandra Hoffmann, 1967 geboren, lebt als freie Schriftstellerin in München. Sie arbeitet für das Literaturhaus, unterrichtet kreatives Schreiben und schreibt für das Radio. Für ihren letzten Roman „Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist“ (2012) erhielt sie den Thaddäus-Troll-Preis.

Foto © Martin Fengel

Kreativprojekte der vhs:

Unterhaching - kreativ mit allen Sinnen!
Unterhachinger Hörpfade

 

19.00 Uhr   vhs Hofmarkweg (Rathausplatz)

20.00 Uhr   vhs Hofmarkweg (Rathausplatz)

 

„Unterhaching - kreativ mit allen Sinnen!“

Unter diesem Motto fand im Sommer im Rahmen des talentCAMPus ein Workshop statt. Teilnehmende zwischen 10 und 14 Jahren erstellten hörenswerte Beiträge zu verschie-denen Themen, unter anderem: „Der Sinn des Lebens“ - drei Bibliotheksbücher erzählen und „Das Eiserlebnis“ - ein Ausflug in die Eisdiele mit Interview einer Kugel Mango Eis. Neben der sprechenden Eiskugel kommen natürlich auch einige Unterhachinger aus Fleisch und Blut zu Wort.

Der talentCAMPus ist ein Bildungskonzept vom Deutschen Volkshochschul-Verband e.V. (DVV), das im Rahmen des Programms „Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

 

„Unterhachinger Hörpfade“

Auch eine Gruppe engagierter Unterhachinger Erwachsener hat sich auf Spurensuche in Unterhaching begeben und diverse kurze Hörspiele produziert. In origineller Form werden Lokalgeschichten von einzelnen Orten erzählt, etwa dem Hachinger Bach und dem Landschaftspark, der 2018 einen runden Geburtstag feiert: 20 Jahre.

Das Projekt „Hörpfade“ wird unterstützt vom Bayerischen Volkshochschulverband, dem Bayerischen Rundfunk und der Stiftung Zuhören.

Projektleiterin für beide Projekte ist die promovierte Dozentin Alexandra Hessler.

Foto © Alexandra Hessler

Lilian Loke

Auster und Klinge
Die atemberaubende Geschichte eines riskanten Deals

20.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

21.00 Uhr   vhs Hofmarkweg (Rathausplatz)

Victor führt ein Doppelleben, als Hotelfachmann und Einbrecher. Als er wegen eines Bruchs im Gefängnis landet und von Frau und Tochter verstoßen wird, will er nach der Haft nur noch eines: Ein eigenes Restaurant eröffnen, um seine Familie zurückzugewinnen. Auch Georg hat zwei Identitäten, als Künstler einerseits und Erbe eines milliardenschweren Schlachtkonzerns andererseits. Doch Georg rührt seinen Erbteil nicht an, hasst die barbarischen Produktions- und Arbeitsbedin-gungen nicht nur in der familieneigenen Firma genauso, wie er den Kunstbetrieb verachtet: Er will die Gesellschaft mit radikalen Kunstaktionen aufrütteln – mit Aktionen, die wehtun.

Als Victor zufällig bei Georg unterkommt, treffen sie eine Abmachung: Victor bringt Georg das Einbrechen bei. Dafür erhält er von Georg das Kapital für sein ersehntes Restaurant. Der Plan scheint aufzugehen, bis Georgs Aktionen außer Kontrolle geraten …

Virtuos und mit bösartiger Komik erzählt Lilian Loke von einem riskanten Deal in einer erbarmungslosen Welt.

 

Lilian Loke, geboren 1985, studierte Englische Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Neuere deutsche Literatur und lebt in München. Ihr Debütroman „Gold in den Straßen“ erschien 2015 und wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem Tukan-Preis ausgezeichnet. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie u. a. das Literaturstipendium der Stadt München, das Werkstattstipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung und der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. Seit 2016 ist sie Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Foto © Christoph Mukherjee

Susanna Partsch

Schau mir in die Augen, Dürer!
Die Kunst der Alten Meister

 

20.00 Uhr   KUBIZ kleiner Saal (im Erdgeschoss)

21.00 Uhr   Heimatmuseum

 

Warum kennt alle Welt Dürers Selbstbildnis? Weshalb trägt Maria immer einen blauen Mantel? Wieso malte Rubens mit Vorliebe füllige Frauen? – Diesen und vielen weiteren Fragen geht Susanna Partsch auf den Grund und lässt auf diese Weise die Kunst der Alten Meister sehr lebendig werden.

Die Bildwelten der Alten Meister sind uns oft fremd. Bei der Betrachtung der Werke stellen wir fest, dass wir zu wenig über den Kunstbetrieb der damaligen Zeit wissen – darüber, wer die Bilder in Auftrag gegeben hat, warum sie überhaupt gemalt wurden, was auf ihnen dargestellt ist. Aber auch ganz praktische Dinge geben uns Rätsel auf: woraus bestanden Farben früher, wie wurden sie hergestellt, wie lange sind sie haltbar? Woran kann man erkennen, ob ein Bild „echt“ bzw. wie alt es ist? Wie kann man große Formate, die durch keine Tür passen, transportieren? Nach der Lektüre dieses Buches wird man den Museumsbesuch neu erleben und die Bilder mit anderen Augen sehen!

Susanna Partsch ist promovierte Kunsthistorikerin und Autorin zahlreicher Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Für ihren Bestseller „Haus der Kunst. Ein Gang durch die Kunstgeschichte von der Höhlenmalerei bis zum Graffiti“ erhielt sie 1998 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Bei C.H. Beck ist zuletzt von ihr erschienen: „Wer hat Angst vor Rot, Blau, Gelb? Die moderne Kunst erklärt von Susanna Partsch“ (2012).

Foto © Andreas Gregor

Hans Pleschinski

Wiesenstein
Ein bewegender Gerhart-Hauptmann-Roman

 

21.00 Uhr   KUBIZ kleiner Saal (im Erdgeschoss)

22.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

Der alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa „Wiesenstein“, ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie ihr immer noch luxuriöses Leben weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin – inmitten der Barbarei.

Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg klar verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht?
Hans Pleschinski erzählt erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweif-lung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die verloren ist. „Wiesenstein“ ist die Geschich-te eines Genies und einer untergehenden Welt.

Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Er veröffentlichte u. a. die Romane „Leichtes Licht“, „Ludwigshöhe“ und „Königsallee“. Pleschinski gab die Briefe der Madame de Pompadour, eine Auswahl aus dem Tagebuch des Herzogs von Croÿ und die Lebenserinnerungen der Else Sohn-Rethel heraus. Zuletzt erhielt er u. a. den Hannelore-Greve-Literaturpreis, den Nicolas-Born-Preis und wurde 2012 zum Chevalier des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und den Niederrheinischen Literaturpreis. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste.

Foto © C.H. Beck

Su Turhan

Mordslust pur
Ein neuer Fall für Kommissar Pascha

 

21.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

23.00 Uhr   Gemeindebücherei

 

Ein schrecklicher Anblick bietet sich Kommissar Demirbilek und seinem Migra-Team, als die Leiche eines Mannes in der Nähe der Münchner Erotikmesse entdeckt wird. Da sich weder Papiere noch Wertsachen finden, vermuten sie zunächst einen Raubmord. Doch Faserspuren an den Handgelenken des Opfers weisen darauf hin, dass der Mann vor seinem Tod gefesselt wurde – und zwar mit einem speziell gefertigten Bondageseil. Sofort nehmen sie die Ermittlungen auf der Erotikmesse, wo mehr Schein als Sein herrscht, und im Umfeld auf. Auch im Privatleben stochert Zeki zunächst im Nebel. Albträume suchen ihn heim, er befürchtet Schlimmes. Was er jedoch nicht ahnt: Tatsächlich schwebt einer seiner Liebsten in höchster Lebensgefahr!

 

1968 verschlägt es den in Istanbul geborenen Su Turhan von der Bosporusmetropole ins niederbayerische Straubing. Nach dem Studium der Neuen Deutschen Literaturwissenschaft an der LMU München beginnt er Drehbücher zu schreiben und arbeitet als Regisseur, unter anderem für sein Liebesdrama „Ayla“, das intern-ationale Publikumspreise erhielt. Mit „Kommissar Pascha: Ein Fall für Zeki Demirbilek“ gab Turhan sein Debüt als Kriminalautor. Er lebt mit seiner Familie in München.

Foto © Regina Recht

Matthias Ransberger liest aus
Paul Archer & Johno Ellison

Drei Freunde, ein Taxi, kein Plan,
aber einmal um die Welt

Von der Lust, das Unmögliche wahr zu machen

 

22.00 Uhr   Gemeindebücherei

23.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

Drei Freunde, ein Abend im Pub – eine verrückte Idee: Paul, Johno und Leigh kaufen auf eBay ein altes Londoner Kult-Taxi, nennen es Hannah und gehen auf Weltreise - von London nach Sydney, mit dem größt-möglichen Umweg. Denn so würde es jeder Taxifahrer machen, der etwas auf sich hält. Ohne Plan und mit minimalem Budget reisen sie 70.000 Kilometer über Schotterpisten und Straßen, die kein Londoner Cab je gesehen hat.

Dabei kommt es zu skurrilen, abenteuerlichen und gefährlichen Begegnungen. In Moskau landen sie hinter Gittern, im Iran werden sie als Spione dingfest gemacht und in Pakistan sind sie nie ohne bewaffnete Eskorte unterwegs, um nicht von den Taliban gekidnappt zu werden. Und auch das Taxi Hannah entpuppt sich als Diva, die immer wieder gepflegt und repariert werden muss. Doch die drei Freunde schaffe es mit viel Humor, allen Hindernissen zu trotzen; sie brechen zwei Welt-rekorde und umrunden die ganze Erde mit ihrem alten Taxi.

Paul Archer, Jahrgang 1987, arbeitet in Bristol als Softwareentwickler und ist darauf spezialisiert, Menschen per App zusammenzubringen.

Johno Ellison, Jahrgang 1983, ist Helikopterpilot, freiberuflicher Produktdesigner und Ingenieur.

Matthias Ransberger, Jahrgang 1981, ist freiberuflicher Schauspieler und Sprecher, präsent in vielen TV- und Kinoproduktionen, von „Polizeiruf 110" über „München Mord“ und „Maria Mafiosi“ bis „Game of Thrones“.

Foto © Christian Hartmann (Portrait Matthias)

Gruppenfoto © privat

Fridhelm Rensch

Unheimliche Geschichten der Weltliteratur

 

23.00 Uhr   vhs-Atelier am Friedhof (Oberweg)

 

Kurz vor Mitternacht ist wieder in der unmittelbaren Nähe des Friedhofs Gruseliges, Spannendes und Absurdes angesagt – nicht ohne eine Prise tiefgründigen Humors. Fesselnd und wie immer gänsehautverdächtig führt Fridhelm Rensch Sie der Geisterstunde entgegen. Nicht umsonst ist Fridhelm Rensch mit seiner „Mitternachtlesung“ traditionell ein fester Programmpunkt der Unterhachinger LeseNacht.

Foto © Privat

Hall of fame

Bisherige Gäste der Unterhachinger LeseNacht
Über 170 Autoren, Vorleser, Musiker und Künstler

Helmut Achmüller, Friedrich Ani, Hachinger Autorenkreis, Regina Bauer, Stefan Bauer, Lilli Beck, Erika Bestenreiner, Astrid Better, Monika Bittl, Bernhard Blöchl, Martina Borger, Andrea Brown, Quint Buchholz, Ulrike Budde, Hadumod Bußmann, Bernhard Butz, Monika Czernin, Sabine Czerny, Gisela Dialer-Jonas, Michaela Dietl, Irene Dittrich, Anouschka Doinet, Maximilian Dorner, Fritz Egner, Michael Eichhammer, Thomas Endl, Rainer Erlinger, Adriana Falcieri, Bernd Ficht, Christine Fink, Florian Fischer, Christl Fitz, Gerd Fitz, Manfred Fock, Andreas Föhr, Nicola Förg, Marion Freundorfer, Amelie Fried, Ute Friesen, Uwe Gardein, Dagmar Geisler, Katharina Gerwens, Sebastian Glubrecht, Wolfgang Görl, Felicitas Gruber, Maike Haas, Ursula Haas, Barbara Haltmair, Renate Hartwig, Christa Hecker, Nora Heeren, Sebastian Herrmann, Dieter Hildebrandt, Marianne Hofmann, Winfried Holubarsch, Gerd Holzheimer, Gerald Huber, Robert Hültner, Susanne Inkiow, Bernhard Jaumann, Christian Jostmann, Sebastian Jutzi, Harry Kämmerer, Franz Josef Keilhofer, Ingrid Kellner, Hildegard Kirschmer, Gabriele Kisser-Priesack, Volker Klüpfel, Michael Kobr, Sylvia Krauss-Meyl, Thomas Lang, Rosanna Lanzillotti-Schreiner, Alma Larsen, Mercedes Lauenstein, Jasmin Leheta, Anton Leis-Huber, Johanna Letz, Liebling & Schatz, Christian Limmer, Ottmar Lobinger, Inge Löhnig, Elmar Lorentz, Iny Lorentz, Jonas Lüscher, Martina Mair, Monika Manz, Nina Martin, Jörg Maurer, Felicitas Mayall, Christl Meinhardt, Titus Müller, Oliver Nagel, Nicole Neubauer, Cornelia Neudert, Silke Neumayer, Manuel Niedermeier, Wulf Schmid Noerr, Nikolaus Nützel, Günter Ohnemus, Susann Opel-Götz, Papan, Michael Peinkofer, David Pfeifer, Ludger Pfeil, Hans Pleschinski, Christoph Poschenrieder, Oliver Pötzsch, Matthias Praxenthaler, Peter Probst, Armin Radke, Anatol Regnier, Erwin Rehling, Heidi Rehn, Klaus Reichold, Werner Reindl, Fridhelm Rensch, Silvia Rettenweber, Brigitte Riebe, Uwe Ritzer, Irene Rovan, Marianne Sägebrecht, Martha Schad, Annemarie Schäfer-Schmidl, Egon Schäffner, Max Scharnigg, Martin Schleske, Asta Scheib, Klaudia Schmidt, Harald Schmied, Patricia Schmitz, Franziska Schönenberger, Markus Schollmeyer, Daniel Scholten, Elisabeth Schrauzer, Elisabeth Schreiber, Friedrich Schreiber, Herbert Schröger, Georg Schweisfurth, Jutta Sebald, Irmingard Seemann, Die Seitenspinner, Dorothea Seitz, Jakob Maria Soedher, Tilman Spengler, Raffaello Spinelli, Christian Springer, Patrik Stäbler, Günter Staudter, Alexandros Stefanidis, Michael Stephan, Jürgen Teichmann, Su Turhan, Volker Ufertinger, Waltraud Vogler, Joseph von Westphalen, Dirk Walbrecker, Nicole Walter, Gregor Weber, Tanja Weber, Ingrid Weber-Czech, Heidi Weidner, Jan Weiler, Michael Weirether, Benedict Wells, Josef Wilfing, Friederike Wilhelmi, Peter Wipplinger, Max Witzigmann, Moses Wolff, Marcus Würmli, Barbara Yurtdas, Die Zeitschreiber, Cornelia Ziegler, Achim Zons 

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© Dr. Gerhard Helming