Unterhachinger LeseNacht 2022 Samstag, 30. April
Unterhachinger LeseNacht 2022Samstag, 30. April

Akteure

Ulrich Eberl

Unsere Überlebensformel

Neun globale Krisen und die Lösungen der Wissenschaft

 

19.00 Uhr        Buchhandlung Helming & Heuser

21.00 Uhr        Heimatmuseum

 

Klimawandel und Abholzung der Regenwälder, Konsum-explosion und Vermüllung der Meere - all das bedroht die Vielfalt des Lebens auf der Erde und mehr noch: unser eigenes Überleben. Die 2020er-Jahre sind die letzte Chance umzusteuern. Viele innovative Ideen geben Hoffnung auf ein besseres Leben nicht gegen, sondern im Einklang mit der Natur. Ulrich Eberl bewertet fachlich fundiert die Lösungsstrategien. Er schildert anschaulich die spannendsten Projekte aus führenden Labors der Welt und stellt die Forscherinnen und Forscher vor, die mit aller Kraft dafür kämpfen, dass sie Wirklichkeit werden.

 

Ulrich Eberl, Jahrgang 1962, ist einer der renommier-testen Wissenschafts- und Technikjournalisten deutscher Sprache. Er promovierte an der TU München in Bio-physik, arbeitete bei Daimler und leitete 20 Jahre lang bei Siemens die Kommunikation über Forschung, Innovationen und Zukunftstrends. Heute ist er als selbstständiger Zukunftsforscher, internationaler Vortragsredner und Buchautor tätig.

 

Foto © Peter Hassiepen

Natalie Buchholz
Unser Glück

 

19.00 Uhr   Gemeindebücherei

20.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

Es ist die Chance ihres Lebens: Coordt und Franziska, junge Eltern in München, können mit ihrem kleinen Sohn in eine große, bezahlbare Altbauwohnung in bester Lage ziehen. Doch das Angebot hat einen Haken: Sie sind nicht allein, zur Wohnung gehört ein Mitbewohner, der sich nicht zeigt. Verlockt von der Aussicht auf Immobilienbesitz, der jenseits ihrer finanziellen Möglichkeiten liegt, lassen sich Coordt und Franziska auf einen Pakt ein, der ihre Liebe auf eine harte Probe stellt. Das Leben in der neuen Wohnung beschleunigt und vertieft bereits vorhandene Risse in ihrer Beziehung.

Die einmalige Gelegenheit entpuppt sich als Beziehungsfalle. Ausweg ungewiss. Natalie Buchholz entwirft in klanghaft präziser Prosa ein Szenario, dem man sich nicht entziehen kann. Was macht es mit uns, wenn unser Zuhause zur Verhandlungssache wird? Ein Roman, der die Fragilität von Beziehungen wie unter einem Brennglas offenlegt und zeigt, wie verbesserte Lebensumstände neue Energien freisetzen, materielle Zwänge gleichzeitig aber auch zerstörerisch wirken können.

Natalie Buchholz, 1977 in Frankreich geboren, studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und an der Université Aix-Marseille. 2018 erschien ihr Romandebüt „Der rote Swimmingpool“. 2020 wurde sie mit dem Spiegelungen-Preis für Minimalprosa ausgezeichnet. Die Autorin lebt und arbeitet in München und im Inntal.

Foto © Peter v. Felbert

Thomas Höllmann
China und die Seidenstraße

 

19.00 Uhr   Heimatmuseum

21.00 Uhr   KUBIZ

 

Die Seidenstraße, die Ostasien mit dem Mittelmeer-raum verbindet, ist zum Inbegriff einer frühen Globa-lisierung geworden. Thomas O. Höllmann schaut von China aus auf das von Legenden umrankte Routen-netzwerk. Er beschreibt anschaulich, wie die Menschen reisten und wie Güter und Ideen weitervermittelt wurden. Ein Ausblick macht deutlich, warum China mit der „Neuen Seidenstraße“ auf das symbolische Kapital der alten Verbindungen setzt.          
Seit der Antike nutzten Gesandte, Händler, Missionare und Abenteurer die Seidenstraße. Auf dem Landweg passierten sie dabei lebensfeindliche Wüsten wie die Taklamakan, überwanden hoch aufragende Gebirge wie den Pamir und verweilten in betriebsamen Oasen-städten wie Buchara, Samarkand oder Turfan. Davon künden zahllose archäologische Zeugnisse, von denen viele erst in den letzten Jahrzehnten erschlossen wurden. Thomas O. Höllmann rekonstruiert mit ihrer Hilfe sowie anhand von historiographischen Quellen, fesselnden Reisebeschreibungen und lebensnahen Gedichten, welche Waren nach China gelangten, wie der Buddhismus und andere Religionen im Reich der Mitte rezipiert wurden und welche Schlüssel-technologien, allen voran Papier und Buchdruck, von dort aus ihren Siegeszug über die ganze Welt antraten. Das Buch führt faszinierend konkret vor Augen, was Globalisierung in einem Zeitraum von rund zwei Jahrtausenden bedeutete.

Thomas O. Höllmann ist Professor em. für Sinologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er war Mitglied des Internationalen Konsultativkomitees für das Seidenstraßenprojekt der UNESCO. Von Höllmann erschienen u.a. „Das alte China“ (2008), „Schlafender Lotos, trunkenes Huhn. Kulturgeschichte der chinesischen Küche“ (2010) sowie „Die chinesische Schrift“ (2017).

Foto © Niko Schmid-Burgk

Catalin Dorian Florescu
Der Feuerturm

 

19.00 Uhr   KUBIZ kleiner Saal (im Erdgeschoss)

21.00 Uhr   Gemeindebücherei

 

Als er 1892 errichtet wird, ist der Feuerturm von Bukarest das höchste Gebäude der Stadt. 1989, beim Aufstand gegen die kommunistische Diktatur, ist er es längst nicht mehr, aber er war Zeuge eines ereignis-reichen Jahrhunderts. Victor Stoica, dessen Familie seit Generationen Feuerwehrmänner stellt und beim Turm lebt, ist der erste, der mit dieser Tradition bricht. Aber sein Leben, das von einem tückischen Verrat gebrand-markt ist, steht doch ganz im Zeichen des Turms. Victor, Opfer der Repression, der durch die Hölle gehen musste, erlebt 1989 wider Erwarten, dass es doch möglich ist, auf Freiheit und Glück zu hoffen.

In seinem fesselnden, ein Jahrhundert umfassenden Roman erzählt Catalin Dorian Florescu von den Wechselfällen der Geschichte, von Familie und Freund-schaft, Verrat und Liebe, von der Kraft der Resilienz und vom sich wandelnden, bunten und dann wieder traurigen Leben in dieser Metropole. Die erschütternden Tage von Dezember 1989 erleben wir noch einmal in ihren Anfängen mit. Mit fünf Generationen der Stoicas und einer Fülle unvergesslicher Figuren, mit leisem Humor, unbestechlich und doch immer von Hoffnung getragen, ist „Der Feuerturm“ ein großes, aufwühlendes Leseerlebnis.

Catalin Dorian Florescu ist 1967 in Rumänien geboren und hat seine Kindheit in der kommunistischen Diktatur verbracht. 1982 schaffte es die Familie, sich in den Westen abzusetzen. Seitdem wohnt der Autor in Zürich, wo er Psycho-logie studierte. Für mehrere Jahre arbeitete er im Bereich der Drogenabhängigkeit und ließ sich in Gestalttherapie ausbilden.          
Seit Dezember 2001 lebt er als freier Schriftsteller. Im Jahr 2019 war er als „literarischer Matrose“ auf der Donau unterwegs. Er hat sieben Romane geschrieben, u.a. „Wunderzeit“, „Zaira“, „Jacob beschließt zu lieben“, „Der Mann, der das Glück bringt“. Wichtigste Literaturpreise: Schweizer Buchpreis 2011, Anna Seghers-, Josef von Eichendorff- und Andreas Gryphius-Literaturpreis. In Rumänien wurde ihm die Kavaliersmedaille für kulturelle Verdienste verliehen.“

Foto © Evi Fragolia

Lena Gorelik
Wer wir sind

 

 

19.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

21.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

St. Petersburg 1992. Ein Mädchen reist mit den Eltern, der Großmutter und ihrem Bruder nach Deutschland aus, in die Freiheit. Was sie dafür zurücklässt, sind ihre geliebte Hündin Asta, die Märchen-Telefonnummer und fast alles, was sie mit Djeduschka, Opa, verbindet - letztlich ihre Kindheit. 
Im Westen merkt die Elfjährige, dass sie jetzt eine andere und „die Fremde“ ist. Ein Flüchtlingskind im selbstgeschneiderten Parka, das die Wörter so komisch ausspricht, dass andere lachen. Auch für die Eltern ist es schwer, im Sehnsuchtswesten wächst ihre russische Nostalgie; und die stolze Großmutter, die mal einen Betrieb leitete, ist hier einfach eine alte Frau ohne Sprache. Das erst fremde Deutsch kann dem Mädchen helfen - beim Erwachsenwerden, bei der Eroberung jenes erhofften Lebens. Aber die Vorstellungen, was Freiheit ist, was sie erlaubt, unterscheiden sich zwischen Eltern und Tochter immer mehr. Vor allem, als sie selbst eine Familie gründet und Entscheidungen treffen muss.

Ein autobiographischer Roman, der zeigt, dass die Identität gerade im Zwiespalt zwischen Stolz und Scham, Eigensinn und Anpassung, Fremdsein und allem Dazwischen stark wird. „Wer wir sind“ erzählt, wie eine Frau zu sich findet - und wer wir im heutigen Deutschland sind.

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutsch-land. Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ (2004) wurde sie als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ (2007) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Ihr Roman „Die Listensammlerin“ (2013) wurde mit dem Buchpreis der Stiftung Ravens-burger Verlag ausgezeichnet. 2015 erschien „Null bis unendlich“, der vielgelobte Roman „Mehr Schwarz als Lila“ (2017) war für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert. Lena Gorelik lebt mit ihrer Familie in München.

Foto © Charlotte Troll

Roman Deininger

Uwe Ritzer
Die Spiele des Jahrhunderts

Olympia 1972, der Terror und das neue Deutschland

 

20.00 Uhr   Gemeindebücherei

21.00 Uhr   KUBIZ

 

Raus aus den Schatten der NS-Zeit, den Wiederaufbau geschafft - 1972 reißt Deutschland die Fenster auf. Es herrscht Aufbruchsstimmung und die Olympischen Spiele sollen der Welt das neue, lässige Deutschland zeigen. Als ein Fest der Demokratie, als Gegenentwurf zur martialischen Propaganda 1936 in Berlin.

Unter dem verwegenen Zeltdach verkörpern der Schwimmer Mark Spitz, die junge Gold-Springerin Ulrike Meyfarth und die Sprinterin Heide Rosendahl mitten im Kalten Krieg den Traum vom friedlichen Miteinander. Doch dann setzt palästinensischer Terror alledem ein grausames Ende.

Die preisgekrönten Journalisten Ritzer und Deininger erzählen eine große Geschichte, die beinahe 100 Jahre umfasst und sich in den beiden Wochen der Olympi-schen Spiele verdichtet.

Dr. Roman Deininger, Jahrgang 1978, ist Chefreporter der "Süddeutschen Zeitung". Er hat eine vielbeachtete Geschichte der CSU vorgelegt und zusammen mit Uwe Ritzer eine Biographie Markus Söders.

Uwe Ritzer, Jahrgang 1965, hat sich mit investigativen Recherchen für die "Süddeutsche Zeitung" einen Namen gemacht. Für seine Arbeit wurde er mit dem Wächterpreis, dem Henri-Nannen-Preis und dem Helmut Schmidt Journalistenpreis ausgezeichnet.

 

Fotos © Martin Hange

Wolf Harlander
Systemfehler

 

20.00 Uhr   Heimatmuseum

22.00 Uhr   Buchhandlung Helming & Heuser

 

Mitten in der Urlaubszeit bricht europaweit das Internet zusammen. Flugzeuge können nicht mehr landen, Ärzte nicht mehr operieren, der Verkehr versinkt im Chaos. Bald sind alle Kommunikationswege gekappt. Ganz Europa befindet sich im Ausnahmezustand, die Menschen geraten in Panik, die Versorgung bricht zusammen. BND-Ermittler Nelson Carius vermutet ein hochkomplexes Computervirus hinter den Internetausfällen. Eine Spur führt ihn ausgerechnet zu IT-Experte Daniel Faber aus München, einem unbescholtenen Familienvater. Während das ganze Land gegen das Chaos kämpft, muss Daniel nicht nur seine Familie retten, sondern auch seine Unschuld beweisen …

Wenn Fiktion auf Realität trifft: Harlander entwirft ein Szenario, das Experten für sehr wahrscheinlich halten: einen totalen Internetausfall, der unsere Zivilisation in die Knie zwingen würde.

 

Für seinen ersten Thriller „42 Grad“ wurde Harlander ausgezeichnet mit dem Stuttgarter Krimipreis und der MIMI 2021, dem Publikumspreis des Deutschen Buchhandels.

 

Wolf Harlander, geboren 1958 in Nürnberg, studierte Journalistik, Politik und Volkswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule arbeitete er für Tageszeitungen, Radio, Fernsehen und als Redakteur der Wirtschaftsmagazine Capital und WirtschaftsWoche. Er lebt heute als Autor in München.

Foto © privat

Timur Vermes
U

 

20.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

22.00 Uhr   Gemeindebücherei

 

Eine scheinbar ganz alltägliche Situation: Nur noch fünf U-Bahn-Stationen trennen die junge Lektorin Anke Lohm von einer Dusche und dem frisch bezogenen Bett im Gästezimmer ihrer besten Freundin.

Zwar nervt sie nach einer Bahnreise mit allen Kompli-kationen der einzige andere Fahrgast im leeren Zug, aber beim nächsten Halt will der junge Mann aus-steigen, und dann ist endlich, endlich Ruhe. Sollte diese nächste Station nicht eigentlich längst da sein?

Aus zwei Minuten werden fünf, dann zehn, zwanzig, in denen die Bahn ungebremst durch die endlose Dunkel-heit schießt. Und Anke Lohm ahnt, dass dies mehr sein könnte als nur eine U-Bahn-Fahrt: der größte Fehler ihres Lebens.

Suggestiv erzählt, überraschend und nicht mehr aus der Hand zu legen: Timur Vermes erweist sich als Virtuose literarischer Spannung.


Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg als Sohn einer Deutschen und eines Ungarn geboren. Er studierte in Erlangen Geschichte und Politik und arbeitete anschließend als Journalist und Ghostwriter. Er schrieb bis 2001 für die Abendzeitung und den Kölner Express und später für mehrere Magazine. Sein 2012 erschienener Roman „Er ist wieder da“ ist eines der erfolgreichsten deutschen Debüts der letzten Jahrzehnte. Sein zweiter Roman „Die Hungrigen und die Satten“ stand 2018 wochenlang auf der Bestsellerliste.

Foto © Jörg Koch

Marita Krauss
Ich habe dem starken Geschlecht überall den Fehdehandschuh hingeworfen

Das Leben der Lola Montez

 

21.00 Uhr   KWA Hauptverwaltung

22.00 Uhr   Heimatmuseum

 

1848: Der bayerische König Ludwig I. tritt zurück – wegen einer Tänzerin! Ein Skandal! So wie das ganze Leben der Lola Montez (1821 - 1861) für die bessere Gesellschaft ihrer Zeit ein einziger Skandal war. Der Weg dieser Femme fatale, die in Wirklichkeit Tochter eines britischen Offiziers war und Eliza Gilbert hieß, hätte in ganz bürgerlichen Bahnen verlaufen sollen. Doch sie brach von Jugend an mit allen Konventionen und feierte bald als „spanische Tänzerin“ Triumphe in den Metropolen Europas wie nach 1851 in Amerika und Australien. Sie war eine markante Persönlichkeit, ausgestattet mit Stolz und Mut, und brachte unverblümt zum Ausdruck, was sie von ihren männlichen Zeitgenossen hielt: „Wenn Gott die Männer misst, legt er das Maßband nicht um den Kopf.“

Lola Montez hatte viele Gesichter und viele Namen. Die Tochter eines britischen Offiziers widersetzte sich bereits früh moralischen Konventionen. Was Männer betraf, so hatte sie ihre eigene, kühne und auf jeden Fall unzeitgemäße Agenda: Mit 16 brannte sie durch, heiratete ihren Liebhaber und zog mit ihm nach Indien, mit 22 tingelte sie als „spanische Tänzerin“ durch die Hauptstädte Europas, und mit 25 begann sie ihre Affäre mit König Ludwig I. Das Schicksal der selbstbewussten Tänzerin, die als Geliebte des Königs zur Gräfin Landsfeld erhoben wurde und sich nie von der Männerwelt einschüchtern ließ, inspirierte Filmemacher und Theaterregisseure.   
Marita Krauss beschreibt mit ihrer ebenso seriösen wie unterhaltsamen Biografie den Weg der Lola Montez in all seinen Höhen und Tiefen und zeichnet ein facettenreiches Bild der Geschlechterverhältnisse im 19. Jahrhundert.


Marita Krauss lehrt als Professorin für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg.

© Katholische Akademie München

 

Dirk Liesemer
Streifzüge durch die Nacht

Wie ich unsere Heimat neui entdeckte

 

21.00 Uhr   Heilandskirche

22.00 Uhr   Heilandskirche

 

Weshalb zieht die Nacht uns so magisch an? Warum ist sie seit jeher eine Projektionsfläche für unsere Ängste und Wünsche, für Märchen und Geschichten? Dirk Liesemer wagt sich ein Jahr lang immer wieder in die Einsamkeit der Finsternis. Er erkundet Deutschland im Wechsel der Jahreszeiten: die dunkelste Region ebenso wie das Ruhrgebiet, eine der hellsten Gegenden Europas. Er verfolgt die Weißen Nächte auf Usedom, wandert zu später Stunde durch Wien und besteigt in der Schweiz einen Berg, um die Schwärze der Nacht kennenzulernen. Dabei trifft er Märchensammler und Astronomen, Jäger, Esoteriker und Vogelkundler – und erzählt von Lichtverschmutzung, dem Tanz der Glühwürmchen und der Stille unterm Sternenhimmel.
Dirk Liesemer macht sich auf, unsere Heimat zu erkunden, und betritt dabei gleichzeitig eine unbekannte, in Vergessenheit geratene Welt: das Reich der Dunkelheit. Denn vertrieben von künstlichem Licht, hat sie sich in teils entlegene Winkel, auf Bergspitzen und aufs Meer zurückgezogen. Oft bleibt die Suche nach der vollkommenen Dunkelheit vergeblich. Die Lichtverschmutzung vereitelt so manches Vorhaben, und dem Autor wird bewusst, wie unsere Erde durch die Ausleuchtung der Nacht ihren Herzschlag verliert, der seit jeher zwischen Hell und Dunkel pulsierte.


 

Dirk Liesemer, geboren 1977, studierte Politik und Philosophie und arbeitete als Redakteur in Berlin und München. Heute schreibt er als freiberuflicher Autor vor allem über Geschichte, Natur und Abenteuer. Seine Texte sind in mare, GEO und Free Men’s World erschienen. Für Recherchen war er in Tunesien, Ruanda und Kenia, in Weißrussland und der Ukraine, im Kosovo und in Italien unterwegs und reiste per Anhalter über den Balkan. Von ihm erschienen bereits die Bücher „Lexikon der Phantominseln“ und „Aufstand der Matrosen. Tagebuch einer Revolution“.

Foto © Jan Windszus

Fridhelm Rensch
Spannende und absurde Geschichten der Weltliteratur


23.00 Uhr Gemeindebücherei


Kurz vor Mitternacht ist wieder gruselig Spannendes und Absurdes angesagt - nicht ohne eine Prise tief-sinnigen Humors. Es bedarf keines bestimmten Ortes, keiner besonderen Zeitepoche, um zu erschauern.
Die Weltliteratur belegt es in unzähligen Beispielen: das Unfassbare, Absurde, Widersprüchliche liegt in uns selbst und bietet Stoff für tiefgründige, sprachgewaltige Geschichten seit es Literatur gibt. In der traditionellen Mitternachtslesung gibt Friedhelm     Rensch solchen  Geschichten Ausdruck und Stimme.

Foto © Privat

Hall of fame

Bisherige Gäste der Unterhachinger LeseNacht
Fast 200 Autoren, Vorleser, Musiker und Künstler

 

Helmut Achmüller, Friedrich Ani, Felicitas von Aretin, Hachinger Autorenkreis, Deniz Aykanat, Regina Bauer, Stefan Bauer, Lilli Beck, Erika Bestenreiner, Astrid Better, Monika Bittl, Bernhard Blöchl, Martina Borger, Andrea Brown, Natalie Buchholz, Quint Buchholz, Ulrike Budde, Hadumod Bußmann, Bernhard Butz, Monika Czernin, Sabine Czerny, Gisela Dialer-Jonas, Michaela Dietl, Irene Dittrich, Anouschka Doinet, Maximilian Dorner, Fritz Egner, Michael Eichhammer, Thomas Endl, Rainer Erlinger, Adriana Falcieri, Bernd Ficht, Christine Fink, Florian Fischer, Christl Fitz, Gerd Fitz, Jan Fleischhauer, Manfred Fock, Andreas Föhr, Nicola Förg, Marion Freundorfer, Amelie Fried, Ute Friesen, Uwe Gardein, Dagmar Geisler, Katharina Gerwens, Sebastian Glubrecht, Wolfgang Görl, Felicitas Gruber, Maike Haas, Ursula Haas, Barbara Haltmair, Renate Hartwig, Stephanie von Hayek, Christa Hecker, Nora Heeren, Sebastian Herrmann, Dieter Hildebrandt, Sandra Hoffmann, Marianne Hofmann, Winfried Holubarsch, Gerd Holzheimer, Gerald Huber, Robert Hültner, Ruben fun Hunter, Susanne Inkiow, Bernhard Jaumann, Christian Jostmann, Sebastian Jutzi, Harry Kämmerer, Franz Josef Keilhofer, Ingrid Kellner, Hildegard Kirschmer, Gabriele Kisser-Priesack, Volker Klüpfel, Michael Kobr, Sabine Kornbichler, Sylvia Krauss-Meyl, Anika Landsteiner, Stefan von der Lahr, Thomas Lang, Rosanna Lanzillotti-Schreiner, Alma Larsen, Mercedes Lauenstein, Jasmin Leheta, Anton Leis-Huber, Johanna Letz, Liebling & Schatz, Christian Limmer, Ottmar Lobinger, Inge Löhnig, Lilian Loke, Elmar Lorentz, Iny Lorentz, Jonas Lüscher, Martina Mair, Olga Mannheimer, Monika Manz, Nina Martin, Adnan Maral, Jörg Maurer, Felicitas Mayall, Christl Meinhardt, Titus Müller, Oliver Nagel, Nicole Neubauer, Cornelia Neudert, Silke Neumayer, Manuel Niedermeier, Wulf Schmid Noerr, Nikolaus Nützel, Günter Ohnemus, Susann Opel-Götz, Georg M. Oswald, Papan, Susanna Partsch, Michael Peinkofer, David Pfeifer, Ludger Pfeil, Hans Pleschinski, Christoph Poschenrieder, Oliver Pötzsch, Matthias Praxenthaler, Peter Probst, Armin Radke, Matthias Ransberger, Anatol Regnier, Erwin Rehling, Heidi Rehn, Klaus Reichold, Werner Reindl, Fridhelm Rensch, Silvia Rettenweber, Brigitte Riebe, Uwe Ritzer, Irene Rovan, Marianne Sägebrecht, Martha Schad, Annemarie Schäfer-Schmidl, Egon Schäffner, Max Scharnigg, Martin Schleske, Asta Scheib, Klaudia Schmidt, Harald Schmied, Patricia Schmitz, Franziska Schönenberger, Markus Schollmeyer, Daniel Scholten, Elisabeth Schrauzer, Elisabeth Schreiber, Friedrich Schreiber, Wolfgang Schreiber, Herbert Schröger, Georg Schweisfurth, Jutta Sebald, Irmingard Seemann, Die Seitenspinner, Dorothea Seitz, Jakob Maria Soedher, Tilman Spengler, Raffaello Spinelli, Christian Springer, Patrik Stäbler, Günter Staudter, Alexandros Stefanidis, Michael Stephan, Jürgen Teichmann, Su Turhan, Volker Ufertinger, Waltraud Vogler, Joseph von Westphalen, Dirk Walbrecker, Nicole Walter, Gregor Weber, Tanja Weber, Ingrid Weber-Czech, Heidi Weidner, Jan Weiler, Michael Weirether, Benedict Wells, Josef Wilfing, Friederike Wilhelmi, Peter Wipplinger, Max Witzigmann, Klaus Wolf, Moses Wolff, Marcus Würmli, Barbara Yurtdas, Die Zeitschreiber, Cornelia Ziegler, Achim Zons

Druckversion | Sitemap
© Dr. Gerhard Helming